Editorial

Die siebte Ausgabe von „Thewis“, der Online-Zeitschrift der Gesellschaft für Theaterwissenschaft (GTW), folgt dem Prinzip der vorangegangenen Ausgaben darin, dass neuerlich Raum geschaffen wird für den Auftritt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der frühen Berufsphase. Erneut gibt es einen Themenschwerpunkt, … Weiterlesen

Begrüßung

Unser Thewis-Schwerpunkt widmet sich dem Theater, der Poetik und Poetologie des Sturm und Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz. Lenz, der von 1751-92 lebte und als einer der bedeutendsten Autoren des 18. Jahrhunderts gilt, ist besonders als Dramatiker bekannt. Dennoch rückt … Weiterlesen

Theater | „ich bin entsetzlich fürs gespielt werden“: Einige Notizen zum Theater von Jakob Lenz

Jakob Michael Reinhold Lenz ist vor allem für seine Dramen Der Hofmeister (1774) und Die Soldaten (1776) bekannt. In einschlägigen Handbüchern zum Drama oder Überblicksdarstellungen zur Literatur des 18. Jahrhunderts wird er als einer der wichtigsten Autoren des Sturm und Drangs geführt. Das ist sicherlich nicht falsch, will Weiterlesen

Theater | Räume in Bewegung. Zur Konzeption der Schauplätze in Lenz’ Dramen

„Ich zimmere in meiner Einbildung ein ungeheures Theater, auf dem die berühmtesten Schauspieler alter und neuer Zeiten nun vor unserm Auge vorbeiziehen sollen.“ Mit diesen Worten leitet Jakob Michael Reinhold Lenz seine Anmerkungen übers Theater (1774) ein. So wie… Weiterlesen

Poetologie | „Engel, Hure, Mademoiselle“. ‚Subjektiv-chorische‘ Zuschreibungen in Jakob Michael Reinhold Lenz’ „Die Soldaten“

Einar Schleef beschrieb ein Problem des Theaters einst wie folgt: „Drückende Erb-Last, daß Chor, Chor-Gedanke, Chor-Einigung nach Auffassung der deutschen Klassik Männersache sind. […] Die Einigung zu einem Chor, die Definition als Chor, […] setzt in bürgerlicher Auffassung den Ausschluß … Weiterlesen

Poetologie | J.M.R. Lenz’ Poetologie einer Gegenwartsdramatik. „Die Anmerkungen übers Theater“ und „Der tugendhafte Taugenichts“

In den Anmerkungen übers Theater (1774) formuliert Lenz einen Satz über das poetische Genie respektive den wahren Dichter, der sich in die üblichen Nacherzählungen der Genie-Ästhetik nicht recht einfügt – und der m.E. in aller Radikalität bisher zu wenig… Weiterlesen

Poetologie | Verwandtschaften | „Komm auf den Händen zu uns.“ Über Meridiane zwischen Lenz und Celan

Auf den Händen gehen, das heißt, die Welt und das Leben kopfüber zu durchwandern, heißt, die Perspektive zu stürzen, und zwar vertikal, da der Kopf näher an der Erde, der „Himmel als Abgrund unter sich“ liegt, und horizontal, da sich der Blick in der Wende auf den Handgang nach hinten verkehrt…

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Lenz und die Künste | Notizen zu Zeichnungen von Jakob Michael Reinhold Lenz

Für eine intensive Beschäftigung mit Jakob Michael Reinhold Lenz ist die Auseinandersetzung mit dessen Manuskripten unabdingbar. Sein Figurenkosmos, seine Aufzeichnungen, seine teils fragmentarischen Texte – aus diesen Elementen bildet sich mosaikartig ein spannungsvolles Gesamtwerk heraus, zu dem die handschriftlichen Aufzeichnungen … Weiterlesen

Lenz und die Künste | Von geschlossenen Räumen und der Distanz zur Figur

Wasser und Black Beitrag aus dem Publikum (Marie Christin Wilm): Vielen Dank für das tolle Theatererlebnis. Ich möchte gleich auf Ihre Verwendung des Wassers auf der Bühne zu sprechen kommen. Es gab ja keinen Schauspieler, der nicht zu irgendeiner Zeit … Weiterlesen

Miszellen | Intersectionality and Identity in Theatre

„I wish that we were perceived as how we really are and not as Gadje present us. I wish we finally stood for our own identity. That we spoke for ourselves and that we pursued our own politics.“[1]

This is a quote from the show Roma Army that premiered at Maxim Gorki Theatre in September 2017. The project was based on the idea of two Romani actresses…

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Rezension | Eine Archäologie der NS-Ästhetik

Evelyn Annuß untersucht Formen des Massenspiels im Nationalsozialismus

Wie lässt sich das Theater des Nationalsozialismus nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch aufarbeiten? Diese Frage verfolgt Evelyn Annuß in ihrer Monographie Volksschule des Theaters. Nationalsozialistische MassenspieleWeiterlesen

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